Die enge Verbindung zwischen Körper, Gefühlen und innerem Erleben hat mich schon immer fasziniert. In meiner Arbeit als Ergotherapeutin durfte ich Menschen über viele Jahre in ihren Entwicklungsprozessen begleiten. Dabei wurde mir immer deutlicher, wie sehr sich innere Erfahrungen im Körper und im alltäglichen Leben ausdrücken.
Ich begann, mich intensiv mit Qigong und Chan Mi Gong auseinanderzusetzen – einer Praxis, die durch fließende Bewegungen und bewusstes Atmen den Energiefluss harmonisiert und die Verbindung zum eigenen Körper stärkt. Parallel dazu entdeckte ich Shiatsu als eine Form achtsamer Körperarbeit, die über Berührung, Präsenz und Wahrnehmung einen Zugang zu körperlichen und emotionalen Themen eröffnet.
Mit den Jahren wurde mein Interesse an den Zusammenhängen zwischen Körper, Gefühlen und inneren Entwicklungsprozessen immer tiefer. Meine langjährige Beschäftigung mit Körperarbeit und Prozessbegleitung wurde durch die traumasensible Arbeit nach Brigitte Koch-Kersten sowie durch das dreijährige Training am Karen-Horney-Institut ergänzt, in dem ich meine Arbeit durch existenzielle und tiefenpsychologisch fundierte Ansätze vertiefen durfte.
Die klientenzentrierte Haltung, die achtsame Begleitung innerer Prozesse und meine Erfahrung als Ergotherapeutin bilden heute das Fundament meiner Arbeit.
Die Begegnungen mit meinen Lehrerinnen und Lehrern sowie meiner Qigong-Lehrerin erweiterten mein Verständnis darüber, dass Veränderung nicht nur im Erlernen neuer Techniken liegt, sondern ebenso im Innehalten, im Geschehenlassen und im unmittelbaren Erfahren des gegenwärtigen Augenblicks.
Durch diese Erfahrungen durfte ich erkennen, dass unter den Bewegungen des Lebens eine tiefe Stille und ein innerer Frieden liegen. In Momenten großer Präsenz öffnet sich ein Raum jenseits von Zeit und Bewertung – geprägt von Weite, Verbundenheit und einer tiefen Öffnung des Herzens. Diese Erfahrungen haben mein Vertrauen in die Entwicklungs- und Selbstheilungskräfte des Menschen wesentlich geprägt.
Heute verbinde ich diese verschiedenen Erfahrungen und Wege miteinander. Dabei entsteht ein weiter, stiller und von Bewertung freier Raum, in dem Menschen sich selbst wieder begegnen, ihren Körper und ihre Gefühle wahrnehmen, eine liebevolle Selbstbejahung entwickeln und ihren Entwicklungsprozess in ihrem ganz eigenen Tempo gestalten dürfen.
Mich trägt dabei die tiefe Erfahrung und das Vertrauen, dass jeder Mensch in seinem innersten Wesen etwas Ganzes und Unversehrtes in sich trägt, das auch in Zeiten von Belastung, Schmerz oder Krise bewahrt bleibt.